Vorsicht bei URLs in Javascript

von am 28.06.2005


Folgenden Javascript-Code hatte der Programmierer eines befreundeten Projekts gebastelt:

function GetSearchType()
{
var e = document.getElementById('st1');
if (e.selected)
a = "http://domain.de/1-5-2-0/datei.html";
e = document.getElementById('st2');
if (e.selected)
a = "http://domain.de/2-5-2-0/datei.html";
e = document.getElementById('st3');
if (e.selected)
a = "http://domain.de/3-5-2-0/datei.html";
e = document.getElementById('st4');
if (e.selected)
a = "http://domain.de/4-5-2-0/datei.html";
e = document.getElementById('st5');
if (e.selected)
a = "http://domain.de/5-5-2-0/datei.html";

return a;
}

Die Funktion dient dazu, mittels eines Dropdown-Menüs Sortierreihenfolgen von Produkten zu verändern. Die enthaltenen URLs unterscheiden sich nur durch die Sortierung und sollten aus diesem Grund natürlich auf keinen Fall in den Google-Index gelangen.
Leider taten sie es doch, da Google ganz offensichtlich dieses Javascript ausliest und die URLs, obwohl sinnlos, mit aufnimmt. Gerade bei einem großen Shop mit tausenden Kategorien und zehntausenden Produkten kann eine solche sinnlose Aufblähung aber erhebliche Probleme mit sich bringen. Es empfiehlt sich also, auch im JS-Code sehr genau auf die dort verwendeten URLs zu achten und sich zu fragen, ob man die im Index haben möchte, oder nicht.
Als einfachste Lösung bietet es sich an, z.B. nur

a = "5-5-2-0/datei.html";

zu verwenden und die erste Hälfte der URL an anderer Stelle dazuzufügen.

GD Star Rating
loading...

Keine verwandten Beiträge.

{ 5 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }

SISTRIX Juni 28, 2005 um 20:00

Bleibt zu hoffen, dass Google das eval() von 2 Strings, die eine URL ergeben, nicht in die Grauzone einordnet.

Thomas Promny Juni 28, 2005 um 20:12

Ich hab mal gehört, das wird auch zum spammen benutzt. :)
Jedenfalls habe ich den Eindruck, als würde Google sehr genau darauf achten, bei solchen Sachen keine Kollateralschäden anzurichten, also würde ich mir darum eher keine Sorgen machen.

SISTRIX Juni 28, 2005 um 22:26

Sehe auch auch so, leider entstehen durch das Vorgeben viele neue, nicht vorhergesehene Kollateralschäden.

domain Dezember 25, 2005 um 10:31

wüede der nofollow Tag nicht das Problem lösen ?

Thomas Promny Dezember 27, 2005 um 02:30

Nofollow nützt hier nichts, da entgegen der eigentlichen Wortbedeutung diese Links schon verfolgt werden, nur keine Linkpop weitergegeben wird.

Schreib einen Kommentar

Previous post:

Next post: